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A definitive guide to SEO – Inhalte verstehen

von | Mai 21, 2015 | Allgemein, Premium, SEO |

A definitive Guide SEO | Inhalte verstehen | Titelbild

Die Geschichte und Entwicklung von Inhalten im Internet

Lesen und verstehen liegen sehr weit von einander entfernt. So können viele Menschen durchaus viele Dinge lesen, doch bleibt ihnen der Sinn verborgen; es fehlt ihnen an Verständnis. So ähnlich sollten Sie eine Suchmaschine gegenüber Ihrem Nutzer oder Besucher stellen. Wo ein Computer mittels Datenbanken und Verweisen Ergebnisse auf Abfragen präsentiert, geht Ihr Besucher um einiges weiter. Er bewertet Ihre Informationen in Bruchteilen von Sekunden auf die Relevanz zu seiner persönlichen Situation.

Situation? – Ja, ganz recht. Jeder Mensch stellt mit jeder Frage einen emotionalen Bezug zu der aktuellen Situation her. Warum sonst würde eine Frage entstehen? Genau dieses Verhalten unterscheidet uns von Maschinen (hoffentlich für immer, wenn man Matrix glaubt). Dieses Wissen ist die absolut wichtigste Voraussetzung zum Verständnis für die Entwicklung von Inhalten im Internet. Ebenso ist es die Erklärung, warum das Internet in seiner Anfangsphase weitaus Suchmaschinen- und Benutzerfreundlicher war als in diesen Zeiten. Neugierig?

2.1 Was ein Buch mit Ihrer Webseite verbindet

Gehen wir einmal ein paar Jahre in die Vergangenheit zurück und versuchen uns vorzustellen, dass es das Internet nicht gibt. Ebenso gibt es kein Telefon und schon gar keine klugen Handys. Das einzige was es gibt sind Bücher, welche als unsere Informationsquellen dienen.

Ich bin mir durchaus bewusst, dass Zeitungen ebenfalls zu dieser Zeit existiert haben; teilweise. Die wichtigen Merkmale, welche uns hier interessieren sollen treffen aber auf diese Studienlektüren im gleichen Maße zu.

Was aber haben nun Webseiten mit einem Buch gemein?

Beides sind Quellen für strukturierte Informationen, welche auf Ihre Relevanz zur Veröffentlichung durch Mechanismen geprüft werden. Hier könnte diese Anleitung bereits enden. Tut sie aber nicht, weil das Hinreichende oft den Blick auf das Offensichtliche trübt.

Für die Veröffentlichung eines Buches, bedarf es eines Verlags welcher das Buch offiziell in seinen Katalog aufnimmt und für den Vertrieb frei gibt. Ähnlich funktioniert Google auch. Ihre Webseite wird indiziert und die Informationen auf Ihre Relevanz zu bestimmten Suchworten überprüft und katalogisiert.

Der Unterschied ist, dass Google der Verlag und die Buchhandlung in einem ist. Google entscheidet über die Informationen und Ihre Art der Präsentation in den Suchergebnissen selbstständig.

Dabei geht der Suchroboter (Google Bot) genau so vor wie Sie. Stellen Sie sich einmal vor Sie sind in einer Buchhandlung (Hinweis für Generation Y – Z: Buchhandlungen sind Orte an denen Menschen Informationsquellen in Form gedruckter Tinte auf Papier erwerben; teilweise).

Sie suchen nach einem Sachbuch zur Beantwortung der Frage: „Wie funktioniert Suchmaschinenoptimierung?„. Um die relevanten Bücher schnell zu finden, fragen Sie den Buchhändler. Dieser verweist Sie freundlich auf eine Reihe von Regalen mit Büchern zu diesem Thema. Sie betrachten eine Menge an Büchern und müssen nun entscheiden, welches Buch eine Antwort auf Ihre Frage beinhaltet. Höchstwahrscheinlich suchen Sie nach einem Titel mit hohem Bezug zum Thema Ihrer Frage oder? Wenn Sie diesen Titel gefunden haben muss dieser aber auch interessant ausformuliert sein, damit Sie wirklich nach dem Werk greifen. Haben Sie das Werk einmal in Ihrer Hand lesen Sie wahrscheinlich zunächst den Buchrücken und Einband um sicher zu gehen, dass der Titel nicht irreführend ist. Sind Sie nun davon überzeugt, dass Ihre Fragen ausreichend beantwortet werden, so tragen Sie das Werk zur Kasse und bezahlen es.

Ihr Verhalten in dieser Situation ist hundertprozentig identisch mit Ihrem Verhalten bei einer Suche nach Informationen im Internet. Nehmen wir die gleiche Situation und transferieren Sie auf die neue Art der Informationsbeschaffung.

Die Buchhandlung ist nun Google (oder eine andere Suchmaschine). Durch die Eingabe Ihrer Frage, läuft der Buchhändler los und sucht Ihnen eine Auswahl an Webseiten (die Bücher) zusammen, um Sie auf Ihre Möglichkeiten (das Regal) hinzuweisen. In der nun vor Ihnen erscheinenden Liste erhalten Sie eine Übersicht der Titel (Buchtitel) und Beschreibungen (Buchrücken und Einband) der einzelnen Webseiten. Sind Sie nun davon überzeugt, dass Ihre Fragen ausreichend beantwortet werden, klicken Sie auf das Suchergebnis und werden zu einer Webseite weitergeleitet.

Google verhält sich gegenüber Ihrer Suchanfrage genauso, wie es ein Buchhändler in einer Buchhandlung tut. Deshalb ist es essentiell, dass Ihre Webseite genau wie ein Buch strukturiert ist. Nun ist einfach zu verstehen, warum im technischen Setup aus Teil 1, auf bestimmte Hierarchien von HTML Tags Wert gelegt wurde.

2.2 Wie Google Ihre Website liest und anbietet

Wir wissen nun, dass Google mehr Wert auf die inhaltliche Struktur unserer Informationen legt und weniger an hübschen Grafiken und Effekten interessiert ist.

Aber warum genau tut Google dies und warum ist sie die erfolgreichste Suchmaschine der Welt? – Weil, Sie uns weiterhilft und nicht bloß Suchworte auf Webseiten filtert.

Ich weiß was Sie jetzt wissen wollen! Wie gelingt Google das? – Diese Antwort sollen Sie nun erhalten.

Bei der Indizierung der Informationen einer Website, wird die Webseite von oben nach unten als reiner HTML Code gelesen. Dabei wird auf den logischen Aufbau sowie die Struktur der Informationen geachtet. Ein Webseite muss deshalb einen aufgeräumten HTML Code vorweisen. Sie erinnern sich an Teil 1? – Gut!

Nach diesem ersten Scan wird die Häufigkeit der verwendeten Worte in semantischen Bezug zueinander gestellt. Dieser Vorgang nennt sich „Latent Semantic Indexing“ (LSI). Dabei werden Worte mit einer „Knowledgebase“ (Wissensdatenbank) und mit dem Thema Ihrer Webseite (Titel und Beschreibung) verglichen. Ergo; Google weiß wenn Sie lügen!

Die möglichst häufige Verwendung eines bestimmten Suchworts (Keywords) ist also mehr kontraproduktiv, als die gute Formulierung eines Textes unter Verwendung ähnlicher Worte zu einem Thema.

Google geht aber nun noch einen Schritt weiter: „Es untersucht die interaktiven Potentiale Ihrer Webseite und prüft Sie auf Benutzerfreundlichkeit.“ Dabei wird gezielt nach Knöpfen, Links (intern und extern), Fotos, Videos, Formularen, usw. gesucht. Einmal gefunden, werden diese Objekte auf Ihre Zugänglichkeit (Abstände der Objekte für Eingaben, klare visuelle Unterschiede, Zielseiten oder Inhalte der Links, usw.) geprüft. Visuelle Inhalte (Fotos und Videos) werden bei diesem Vorgang zunächst als reiner HTML Code betrachtet. Ähnlich wie bei einem Screenreader (Werkzeug um Texte auf Webseiten zu extrahieren für bessere Lesbarkeit) sind Fotos und Videos keine relevanten Daten. Doch sollten Sie das „ALT“ Tag, wie in Teil 1 beschrieben, als sehr wichtigen Auszeichner behandeln. Damit können Sie Google z.B. mitteilen, dass es sich um eine Grafik handelt, welche als Ergänzung zu einem bestimmten Abschnitt dient. Diese Form der „Beschriftung“ kennen Sie aus Sachbüchern, bei welchen Abbildungen stets fortlaufend nummeriert und mit einer gezielten Beschreibung versehen sind. Vergessen Sie nie die Bücher! 🙂

Als finalen Test vergleicht Google dann noch all diese Ergebnisse mit Ihrer Sitemap (Seitenverzeichnis). Sollte diese fehlen, wissen Sie dies bereits nach der Einrichtung der Webmastertools in Teil 1. Es ist nicht unbedingt notwendig eine Sitemap zu haben, doch es erleichtert Google die Themen Ihrer Webseite zu verstehen. Dadurch können die einzelnen Seiten einfacher kategorisiert und so gezielter als Suchergebnisse präsentiert werden.

Da Ihre Webseite in einer Suchmaschine nur als reines Textergebnis angezeigt wird, sollten Sie Ihre Wortwahl an der Nutzerfrage orientieren. Ebenso ist dies sehr förderlich um die gesamten Inhalte einer Webseite zielführend zu gestalten.

Dazu müssen Sie selbstverständlich wissen, welche Fragen Ihre Besucher haben, worauf Ihre Besucher besonders achten und was Ihren Besuchern am besten weiterhilft. Wie soll man das nur anstellen? – So…

2.3 Wie Besucher Ihre Webseite betrachten und bewerten

Bevor wir anfangen uns mit den Details dieser Frage zu beschäftigen ist es wichtig die Grundlagen der menschlichen Wahrnehmung zu verstehen.

1. Der Mensch ist nicht fähig rational zu entscheiden! Eine Entscheidung eines jeden Menschen wird rein emotional getroffen und später ggf. rational begründet. Das menschliche Gehirn kennt nur zwei Gefühlszustände über welche alle Aktionen und Reaktionen gesteuert werden. Dabei kommen schätzungsweise über 100 Botenstoffe zum Einsatz, welche in unterschiedlichen Mengen unterschiedlich starke Wirkung auf unsere Wahrnehmung haben. Unterschieden wird hierbei lediglich in…

  1. erregend und
  2. hemmend.

Demnach wird also alles was wir wahrnehmen und später „rational“ interpretieren durch eines dieser Gefühle, „Erregung“ und „Hemmung“, in unser Bewusstsein transportiert. Ergo, es gibt keine Möglichkeit eine rationale Entscheidung zu treffen.

2. Der Mensch will nicht entscheiden, er will Sicherheit! Sicherheit ist ein wunderbares Gefühl, welches jeder Mensch der Angst vorzieht. Eine bewusste Entscheidung steht immer in direktem Zusammenhang mit der Angst, die Entscheidung zu bereuen. Niemand möchte eine Entscheidung bereuen und schon gar nicht einen persönlichen Nachteil daraus erhalten. Unser Besucher hat also…

  1. Angst vor negativen Konsequenzen und den
  2. Wunsch nach Sicherheit.

Auch wenn der Wunsch nach Sicherheit ein durchaus schönerer Gedanke ist, so müssen Sie wissen, dass negative Schlagzeilen für mehr Klicks sorgen. Die Menschen streben danach möglichst viel Wissen über schlechte Dinge zu sammeln, damit Sie sich effektiv vor solchen schützen können. Frei nach dem Motto: „Kenne deinen Feind“. Dies macht sich die Branche der Versicherungen seit Jahrhunderten exzellent zu Nutze.

2.3.1 Der erste Kontakt mit Ihrer Webseite

Wir wissen nun schon einiges über die unterbewusste Wahrnehmung unseres Besuchers und wollen dies nutzen um die bewusste Kehrseite besser zu verstehen. Unser Besucher sieht als erstes die Suchergebnisanzeige unserer Webseite. Als erstes wirkt der unmittelbare visuelle Reiz und löst Erregung und/oder Hemmung aus. Hier haben Sie nur ein bisschen Einfluss auf diesen Unmittelbaren Effekt. Aber Sie können zumindest dafür sorgen, dass die Wörter in Ihrem Titel, Ihrer URL und Ihrer Beschreibung stimmig zu einander sind. Im nächsten Schritt werden die Worte nun gelesen und interpretiert. Hier wird nun die Entscheidung nach hilfreich und irrelevant getroffen. Der Beuscher entscheidet sich entweder für den Klick oder nicht. Nutzen wir ein paar Schlagworte wie „Gratis“ oder „Kostenfrei“, so wird uns Dopamin bei der Überzeugung gerne behilflich sein. Dies wirkt sich direkt postiv auf das „Belohnungssystem“ aus. Der Besucher klickt und gelangt auf unsere Webseite. Nun werden die Informationen gemäß eines festgeschriebenen Mechanismus aufgenommen. Menschen betrachten jede Form von visuellem Inhalt, welcher auf einer vorgegebenen Fläche (Canvas) präsentiert wird, nach einem exaktem Muster. Von oben links nach unten rechts zur Mitte und wieder nach oben! Demnach sollten wir unsere Informationen an genau diesen Stellen platzieren und einer bestimmten Regel unterwerfen. A.I.D.A. (Attention Interest Desire Action) ist der Inbegriff der menschlichen Motivation und beschreibt auf einfachste Art und Weise, wie simple wir alle gestrickt sind. Von oben links (Attention) nach unten rechts (Interest) zur Mitte (Desire) und wieder nach oben (Action)!