Photostudio selbst gemacht! Perfekte Bilder für Ihre Webseite

von | Feb 12, 2014 | Allgemein, Photographie, Webdesign |

Photostudio selbst gemacht | Titelbild

Photostudio: Kleiner Aufwand, großer Auftritt

Vor Kurzem haben wir die Webseite unseres Unternehmens mit einem neuen Gesicht verkleidet und es wird schnell die Frage nach neuen Fotos der Mitarbeiter lauter. In den meisten Fällen greift man hier auf professionelle Fotografen mit teurem Equipment und Grafikdesigner zurück. Dies ist sicherlich ein sehr vernünftiger Weg. Leider ist dies ebenfalls nicht gerade billig und oft mit großem Planungsaufwand verbunden.

Mit den richtigen Werkzeugen kann jedoch jeder Hobbyfotograf exzellente Teamphotos für jeden Anlass erzeugen und das zu einem erstaunlichen Preis. Wie das geht zeigen wir Ihnen in diesem kurzen Artikel.

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Photostudio: Die Werkzeuge

  • Vier (4) Softbox-Strahler (ca. 150? pro zweier Set bei Amazon)
  • Einen gleichfarbigen Hintergrund (ideal ist ein giftgrünes Laken, straff gespannt)
  • Eine gute Kamera (16+ Megapixel und ein gutes Objektiv)
  • Adobe Photoshop (oder ähnliche Software)

Der StudioaufbauFoto-SAP

Zunächst empfiehlt sich einen Ort zu nehmen, welcher viel natürliches Licht hat und damit hell ist. Das Laken straff spannen (entweder auf einen Rahmen, oder einfach mit Pins an der Wand). Von den Scheinwerfern werden zwei seitlich positioniert, so dass der Hintergrund gleichmäßig ausgeleuchtet ist. Die beiden anderen Scheinwerfer werden zur Ausleuchtung des Models genutzt. Hierbei sollten Sie darauf achten, dass der Abstand der beiden Scheinwerfer ungleich ist, damit sich ein Schattierungseffekt abzeichnet und eine natürliche Tiefe auf dem Gesicht des Models sichtbar wird.

Die Kameraeinstellung

Jede Profi- oder Semiprofi- Digitalkamera eines guten Herstellers bietet die Möglichkeit Fotos im sog. RAW Format zu speichern (oftmals auch NEF genannt). Nehmen Sie diese Einstellung vor, so können Sie im Nachhinein noch viele Einstellungen zur Ausleuchtung und vor allem zu Highlights, Shadows usw. vornehmen und die Fotos digital verbessern.

Jetzt machen wir die Fotos!

 

Die digitale Nachbearbeitung

Öffnen Sie die Fotos mit Photoshop und werfen Sie einen Blick auf die Einstellungen, welche das RAW Format zulässt, bevor Sie das Fotos final in die Bearbeitungsebene des Programms übertragen. Wenn Sie gar nicht wissen was die Regler bedeuten, bewegen Sie diese einfach und beobachten die Veränderung. Sie können es jederzeit rückgängig machen und das Original des Bildes wird ebenfalls niemals verändert. Ein paar kleine Tipps aus eigener Erfahrung:

  • Temperatur: mehr blau = Business | mehr gelb = Urlaub
  • Tint: am besten unangetastet lassen
  • Exposure: ein bisschen verstärken, häufig fehlen Fotos die Leuchtkraft
  • Saturation: vorsichtig einsetzen, damit Gesichter nicht Rot oder Gelb leuchten

Alles ist Geschmackssache, also ausprobieren Sie aus, was Ihnen gefällt. Die Einstellungen kann man über mehrere Fotos synchronisieren und ebenfalls als „Preset“ (Vorlage) abspeichern. Dies empfiehlt sich, wenn man viele Fotos bearbeiten will. Wichtig ist, die Einstellungen bei jedem Foto zu überprüfen, da es kein Allheilmittel gibt.

Freistellen der Modelle und Hintergründe tauschenPSD-Ansicht

Haben wir ein Foto so weit, dass uns alles gefällt, bleibt nur der grüne Hintergrund als dummer Nebeneffekt. Ein paar unglaublich geniale Tricks helfen auch hier ganz schnell den Hintergrund zu entfernen und nach belieben durch neue zu ersetzen. Dazu benutzen wir zunächst das „Magicwand“ -Tool und wählen den Hintergrund aus. Bei einer guten Ausleuchtung, sollte ein Klick reichen, den gesamten Hintergrund zu markieren. Sollte dies nicht funktionieren, stellen Sie die Toleranz höher. Durch drücken der Alt-Taste (Mac = Option) können Sie den selektierten Bereich stückweise verringern und mit der Shift-Taste erweitern. Haben Sie den Hintergrund vollständig markiert und das Modell nicht, wählen Sie „Add-Layer-Mask“ um eine Ebenen-Maske aus dem gewählten Bereich zu erstellen. Nicht wundern, das Modell ist nun verschwunden. Jetzt über „Window – Properties“ die Einstellungen öffnen, welche einen Reiter haben der sich „Mask“ nennt. Hier gibt es einen Knopf der „Invert-Mask“ heisst, damit ist nur noch das Modell zu sehen. Gegen die harten Schnittkanten geht man mit dem Knopf „Mask-Edges“ vor. Im neuen Dialog brauchen wir nun zwei Werkzeuge: 1. „Refine-Radius“ 2. „Feather“.

Mit Ersterem können wir die Kanten der Maske so erweitern, dass Photoshop automatisch nur die Farbbereiche freistellt, welche wir wirklich brauchen. Also einfach über die Ränder fahren und die Maustaste drücken. Achten Sie darauf, nicht zu weit in das Modell zu fahren. Sind Sie einmal zufrieden mit Ihrer Maske nutzen Sie den Feather-Regler um die Kanten gleichmäßig vorsichtig zu glätten. Dadurch fügt sich das Modell später besser in andere Bilder ein.

Ich hoffe dies inspiriert auch Sie auf die Details Ihrer Fotos zu achten und hilft Ihnen Ihre Präsentation optisch aufzuwerten.