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Google als ausgelagertes Gedächtnis

von | Dez 18, 2015 | Allgemein |

Google als ausgelagertes Gedächtnis | Titelbild

Was ist „ausgelagertes Gedächtnis“?

Unter dem Begriff „Sein Gedächtnis auslagern“ versteht man das Prinzip, dass ein Mensch sich viele für Ihn relevanten Informationen nicht selbst merkt, sondern darauf vertraut, dass jemand Anderes (etwa der Partner oder die Eltern) ebenfalls Interesse an dieser Information hat und sie sich merkt, und man diese Person im Zweifelsfall zu Rate ziehen kann.

Es ist also ein Begriff für das Denken nach dem Motto:

„Ich brauche nichts zu wissen, sondern nur zu wissen, wo es steht!“

Das ausgelagerte Gedächtnis

  1. Früher erfragten wir unser Wissen bei ­Freunden und Bekannten, heute sehen wir lieber im Internet nach.
  2. Das wirkt sich auf unser Gedächtnis aus: Wenn wir wissen, dass wir Fakten im Computer wiederfinden, vergessen wir sie eher.
  3. Auch unser Selbstbild verändert sich dank Internet. Wer Suchmaschinen benutzt, glaubt sich mehr merken zu können – obwohl das Gegenteil der Fall ist.

(Quelle: spektrum.de)

Studie belegt: Google verändert unser Gedächtnis

Einer Studie der Harvard und Columbia University zur Folge ist es für den heutigen Menschen schwieriger Fakten im Gedächtnis zu behalten, aber dafür um einiges leichter sich zu merken, wo diese Informationen zu finden sind. Die Leiterin dieser Studie sagt dazu:

„Man könnte sagen, dass dies ein adaptiver Gebrauch des Gedächtnisses ist – der den Computer und Online-Suchmaschinen als externe Speicher mit einschließt, die bei Bedarf angezapft werden können.“

Das Prinzip ist schon so alt, wie die Menschheit selbst

Schon bevor man sich (nahezu) alle Informationen aus dem Internet besorgen konnte, wurde das Prinzip des ausgelagerten Gedächtnisses von den Menschen angewandt. Auch heutzutage wird diese „Auslagerung“ auf ein anderes Gedächtnis noch regelmäßig praktiziert, etwa in längeren Beziehungen (Bsp.: Sie merkt sich Geburtstage, er weiß wie lange ein Gerät noch Garantie hat) oder in Teams auf der Arbeit. Es wird automatisch ein sogenanntes „transaktives Gedächtnis„, eine Kombination aus eigenem Wissen und dem Speicher anderer Menschen, aufgebaut. Zu diesem Wissen haben wir Zugang, weil wir die Leute kennen, welche dieses Wissen besitzen.

Der Student muss es wissen. Der Assistent muss wissen, in welchem Buch es steht – und der Professor muss wissen, wo der Assistent ist.

Doch welche Auswirkungen hat das auf unser Leben?

In den Vor- und Anfangszeiten des Internets förderte ein ausgelagertes Gedächtnis die soziale Interaktion und Verständigung zweier oder mehrerer Menschen, da zum Wissensaustausch zwangsläufig ein Gespräch begonnen werden musste.

Doch heute, wo jede Information quasi griffbereit liegt, führt es lediglich zu einer Verdummung. Wer selbst bei einfachsten Aufgaben oder Fragen das „große, allwissende Internet“ zu Rate zieht, gewöhnt sich sein Gehirn an den Zustand, immer weniger selbst denken zu müssen.

Doch noch ein viel größerer Verdummungsprozess findet statt, wenn durch das Internet falsche Informationen an Menschen übermittelt werden, die schon lange vergessen haben selbst zu denken oder Dinge zu hinterfragen. Dadurch werden diese Personen, von allen sie umgebenden Einflüssen (bewusst oder unbewusst) manipuliert.